Die Sessionmitschnitte
von Bong Arz
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Bong Arz

frei improvisierte Musik



26.05.1994 ohne Titel


  • Hüllkurve
  • Die Suche mitzuverfolgen und dann mit dem Ensemble im verdichteten klaren Gehalt, als einer Ausdrucksgestalt, anzukommen, ist für den Hörer in diesem Stück ein belebendes Erlebnis. Gerade das Mitverfolgen der Gesamtstrecke des musikalischen Prozesses von Anfang an erzeugt die hörende Empathie, die die belebende Frische des letzten Teiles direkt miterleben lässt. Anders ausgedrückt: Durch das Mitverfolgen des ersten Teils kommt der Hörer in ein mitschwingendes Hören, dass ihm den Erlebenshorizont des zweiten Teils, als einen Teil seines eigenen Wesens, aufbauend erschließt.

  • Anfang: leise, tastend, Gitarre/ Keyboard; 01:25 Keyboard baut komplexes Harmonieschema auf (Piano), leise, zart spielend, Gitarre entsprechend dazu. 02:16 Flöte, lange Töne, Gitarre Echosound. 02:50 "Bong Arz-Sound ist da", entspanntes, kontemplatives Zusammenspiel.

  • 06:05 Stille. Keyboard Soundänderung, sphärig, rauschig. 06:50 Keyboard Gongakzent. 07:15/ 07:30 Keyboard Soundänderungen, Flöte: Melodielinie, tastend in sich verändernde Soundszenarien hinein. 09:15 Gitarre: Verzerrersound. 09:43 kurz freieres Spiel. 09:55 Flöte: weiterhin tragende Melodie. 10:10 Keyboard mikrotonal changierend. 10:38 freieres Spiel will nicht richtig aufkommen. Das Keyboard zieht in diese Richtung. Die Flöte beharrt jedoch im sanft kontemplativen Stil. Das Keyboard unterstützt schließlich die Flöte entsprechend. Gitarre: Verzerrersound, im Hintergrund fetzend. Flöte bleibt weiter in der Melodielinie, ähnelt jetzt sogar einer Volksweise.

  • 12:45 Stille. Gitarre Flageolette. 13:20 technischer Wackelkontakt, Keyboard jetzt Bordunton. 13:55 Keyboard Pianosound, Melodie mit Klangveränderungen. 14:38 Szeneriewechsel, Soundänderungen, Gesang: lange Töne, angenehm, dann "deutsche Worte!", Gitarre: gibt im Hintergrund eruptiv Kraftimpulse mit Verzerrersound. 16:50 Stimme, fremdsprachlich, Gitarre: weiter Kraft- und erzählende Melodieimpulse. Stimme/ Gitarre: Lautstärkesteigerung, Keyboard zurückhaltend, Bordunton, dann szenische Soundriffs im Hintergrund mit Hall, modale Skala, Gesang geht auf modale Skala ein. 20:05 Keyboard plötzlich im Vordergrund, ansonsten wie bisher. 20:40 Keyboard Soundänderung, hallig sphärig.

  • 21:09 Keyboard: gleiche Riffs mit Verzerrersound wie Gitarre, Gesang weiter lange Töne, chantent. Es hat sich eine verdichtete musikalische Szenerie aufgebaut. 22:45 Gitarre: schönes Solo im Hintergrund. 23:36 kurzer Break, danach nur das Keyboard leise sphärige Klänge, die harmonisiert werden.

  • 24:55 Gitarre: sanfte signalhafte Intervalle, Flöte mit Melodie sanft hinzu. Schönes, sanftes Ensemblespiel mit kraftvollen Impulsen von der Gitarre, vor dem Hintergrund eines weiten, sphärigen Keyboardsounds, der auf eine faszinierende Weise der Tiefe durch Harmonieschachtelungen Komplexität verleiht. 27:05 Gitarre löst Flöte mit Melodie ab, Flöte zur Gitarre mit spiegelnden Wiederholungen, Keyboard dazu energetisierend rhythmisch. 27:40 schönes Zusammenspiel von Gitarre und Flöte; insgesamt jetzt ein schönes rhythmisches Ensemblespiel.
    31:38 Spiel plötzlich ruhiger werdend, danach Gitarre: Melodie, jazzig, harmonisch, Riffs, Keyboard wie bisher, die Gitarre jetzt rhythmisch und harmonisch begleitend. 32:53 Stimme: rhythmisches Chantriff hinzufügend. 33:30 Flöte nimmt Impulse von der Gitarrenmelodie auf und verfolgt sie weiter, rhythmisch ausgeformt, während Gitarre und Keyboard weiter wie bisher spielen, aber in den Hintergrund getreten. 34:28 kurze Steigerung, dann Ausklingen, 35:16 Schluss.
    [Ausschnitt: 24:49 bis 35:14]