Die Sessionmitschnitte
von Bong Arz
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Bong Arz

frei improvisierte Musik



06.05.1994 Symphony 3


  • Hüllkurve
  • "Schwer zu beschreiben, selber hören!" - möchte man sagen. Das Stück ist wie eine vielschichtige Symphonie mit mehreren Ebenen, die im zeitlichen Verlauf unterschiedlich hervortreten. Wie in einer Symphonie bleibt der Klang und die musikalische Dynamik immer eng zusammen. Die Wandlungen geschehen, wie in einem Verschmelzungs- und gleichzeitig Gebärprozess, aus der Gesamtdynamik heraus.

  • In diesem Ensemblespiel passiert ständig viel und doch bleibt die Musik in einem Klang, einem Körper, einer Geschichte, die erzählt wird.

  • Anfang: Das Stück ist von Anfang an "voll da". getragene Haltung, Soundverschmelzungen aller drei Instrumente - interessant - [Ausschnitt: 00:00 bis 01:20] 01:27 Flöte kurz Melodie, vom Keyboard übernommen, Gitarre: verzerrte Verschmelzungssounds, Flöte: Melodielinien über alles hinweg - bisher von Anfang an sehr interessant - 04:26 Keyboard wechselt Sound, Gitarre ebenfalls, Keyboard nimmt kraftszenisches der Gitarre auf; 05:25 Stille. danach Keyboard mit Pianosound, interessante Glissandi-Riffs, Gitarre/Flöte weiter Verschmelzungssounds, 07:50 Flöte: Melodielinie

  • 09:07 Stille. danach kammermusikalischer, freier - immer noch faszinierende Soundverschmelzungen - Keyboard kurz Melodielinien mit Gitarre zusammen; spielen, sich gegenseitig ekstatisierend; 11:10 störende Dauerklangstimme, holt beide runter, Stimme danach Harmonieklänge. Das ändert den Ensembleklang. 13:25 Keyboard und Gitarre wechseln Sound, spielen alleine. 13:55 Stimme: Falset, harmonisch, alleine. 14:35 Keyboard macht sphärigen Sound dazu, Gitarre ändert Sound. 15:20 Es ist eine meditative Stimmung entstanden. Der Soundverschmelzungssound hat klarerer, sphäriger Szene Platz gemacht. 17:45 Gitarre spielt Melodie, 18:55 Flöte: Melodie, 19:20 wieder besondere allgemeine Klangnähe, jedoch nicht verschmelzend

  • 22:00 Keyboard alleine, leise Klänge; Gitarre: wenige Töne dazu 22:18 Flöte; Keyboard dazu "Stillesound" 23:09 freieres Spiel, Gitarre: Wabersound; Flöte: Überblastöne - wieder faszinierender Ensembleklang - Die Gitarre "fetzt" wunderbar verschmelzend. Das Keyboard macht lässige Bass-Knurrtöne als Gegenpol zu ekstatischer Gitarre und Flöte. 27:54 Das Keyboard lässt laute Explosionen verklingen. [Ausschnitt: 22:18 bis 27:51] 27:54 danach Stimme klangsingend. Das Keyboard lässt eine schwebende, bedrohlich martialische Szene entstehen, mit Explosionen, zuerst von weit her, dann näher kommend. Die Gitarre spielt einen martialischen unerbittlichen Wiederholton dazu; Gitarre und Keyboard werden zu einem Marschrhythmus; die Stimme dazu jetzt eher klagend, wird dann heller im Ausdruck (30:50), verändert damit die allgemeine Stimmung ins Hellere 31:11 Wandel daraus hinein in eine etwas andere Szene, aber das Musiziergeschehen ist weiterhin um die alten Gravitationslinien herum zentriert. [Ausschnitt: 27:54 bis 32:22]

  • 32:35 Keyboard ändert den Sound; Gesang: leicht klagend balladesk 33:38 stillere Phase, leiser Sound 34:10 Stimme: Fantasiesprache. Daraus wird mit den anderen Instrumenten zusammen wieder ein freieres Spiel.

  • 35:16 Das Keyboard bindet die freie Harmonik wieder zurück in konventionellere Formen. Stimme: einfühlsam weiter; Klage-Chant, der sich wiederholt; Keyboard entsprechend dazu 36:45 Keyboard wechselt Sound und wandelt Szene, 37:08 Die Flöte, als lebendiges, bejahendes Element, springt fast sofort in diese Änderung hinein. 37:40 aufbauende Vitalklänge (sprudelnd, glitzernd) vom Keyboard dazu. Die Szene hat etwas vital, ursprüngliches 40:20 Die Flöte wandelt ihr balladeskes Spiel in ein Wiederholungsmuster. Die Gitarre spielt rhythmisch dahinein. Das Keyboard macht einen Walkingbass dazu mit einem vital körperlichen Sound. 41:50 - herausragendes Zusammenspiel - 43:05 stilles Ausklingen mit dem vitalen Keyboardsound 43:45 Schluss [Ausschnitt: 38:00 bis 43:45]